3. Dresdner Werteforum stößt auf breites überregionales Interesse

3. Dresdner Werteforum stößt auf breites überregionales Interesse

Am 07.10.2014, dem Welttag für menschenwürdige Arbeit, veranstaltete ARBEIT UND LEBEN Sachsen in Kooperation mit dem DGB Bezirk Sachsen, dem Verein „Jobben ohne Mobben“ und der Gesellschaft für Gesunde Arbeit das 3. Dresdner Werteforum zum Thema „Psychische Belastungen im Arbeitsleben“. Der Einladung ins Klinikum Bavaria Kreischa folgten Beschäftigte aus Unternehmen, der öffentlichen Verwaltung ebenso wie Vertreter/-innen der Sozialpartner und der Politik.

Das Eröffnungsreferat hielt Frau Dr. May-Schmidt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Sie informierte über das Arbeitsprogramm Psyche der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie und ging dabei auf die Zielsetzung sowie Maßnahmen zur Umsetzung ein. Anschaulich verdeutlichte sie, dass es das Ziel der Bundesregierung ist, spürbare Verbesserungen für die seelische Gesundheit der Beschäftigten in den Betrieben zu erreichen. Aus diesem Grund – so Frau Dr. May-Schmidt – wurde eine Klarstellung im Arbeitsschutzgesetz vorgenommen, dass psychische Belastungen bei der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen sind. Jeder Arbeitgeber ist beim psychischen Arbeitsschutz in der Pflicht und darf psychische Belastungen nicht anders behandeln als physische Belastungen. Ob es demnächst eine eigenständige Anti-Stress-Verordnung geben wird, steht von Seiten der Bundesregierung noch aus.

Im weiteren Teil der Veranstaltung wurde neben Beispielen guter Praxis zur Vermeidung von Psychostress auch die Personengruppe der Frauen besonders in den Fokus genommen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege trifft insbesondere Frauen, die in der Folge häufig ihre Arbeitszeit reduzieren oder ihre Erwerbstätigkeit sogar ganz aufgeben.

„Die inhaltlichen Beiträge der Veranstaltung sowie die rege und hohe Teilnahme haben gezeigt, dass das Thema psychische Belastungen im Arbeitsleben auch in Sachsen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der DGB und seine Gewerkschaften fordern deshalb eine Anti-Stress-Verordnung“, so Iris Kloppich, Vorsitzende von ARBEIT UND LEBEN Sachsen und des DGB-Bezirk Sachsen im Anschluss an die Veranstaltung.