Argumentationstraining zur kritischen Auseinandersetzung mit Hitlers „Mein Kampf“

Argumentationstraining zur kritischen Auseinandersetzung mit Hitlers „Mein Kampf“

(c) Institut für Zeitgeschichte

70 Jahre nach Hitlers Tod sind die Urheberrechte an dessen Buch „Mein Kampf“ erloschen. Das Institut für Zeitgeschichte München (IfZ) setzte sich vor Jahren zum Ziel, unmittelbar nach Ablauf dieser Frist eine wissenschaftlich kommentierte Gesamtausgabe vorzulegen, um damit die Debatte zu versachlichen und ein seriöses Gegenangebot zur ungefilterten Verbreitung von Hitlers Propaganda, seinen Lügen, Halbwahrheiten und Hasstiraden zu machen.

Wie entstanden seine Thesen? Welche Absichten verfolgte er damit? Welchen gesellschaftlichen Rückhalt besaßen Hitlers Behauptungen unter seinen Zeitgenossen? Welche Folgen hatten seine Ankündigungen nach 1933? Und vor allem: Was lässt sich mit dem Stand unseres heutigen Wissens Hitlers unzähligen Behauptungen, Lügen und Absichtserklärungen entgegensetzen?

Der Historiker und Gymnasiallehrer Dr. Othmar Plöckinger aus Salzburg wirkte als externer Autor an der Herausgabe mit. Er hat es sich zum Ziel gesetzt Multiplikator/-innen der politischen Bildung das Werkzeug zum Umgang mit der Hetzschrift an die Hand zu geben und damit Aufklärungsarbeit zu leisten, sei es in Schule, im Jugendclub oder in sonstigen Bereichen der politischen Jugendbildung, um junge Menschen zu einem eigenständigen moralischen und historischen Werteurteil zu befähigen.

Am Montag, dem 5.12.2016, fand jene Fortbildung im Leipziger Schulmuseum unter großer Resonanz statt. Ein Teilnehmer meinte nach Ende der Veranstaltung: „Ich kann mir gut vorstellen mit der kritischen Edition von ‚Mein Kampf‘ im Geschichtsunterricht zu arbeiten und damit Hitlers Thesen zu entkräften.“

Die Weiterbildung von ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. fand in Kooperation mit dem Netzwerk “Demokratie.Macht.Schule” und dem Schulmuseum Leipzig mit freundlicher Unterstützung der Sächsischen Bildungsagentur – Regionalstelle Leipzig statt.

Gefördert wurde sie durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.