Ausländische Arbeitnehmer – eine Chance für Chemnitzer Unternehmer?!

Ausländische Arbeitnehmer – eine Chance für Chemnitzer Unternehmer?!

Am Freitag, den 16. September 2016 trafen sich regionale Unternehmer/-innen und mehr als 35 Vertreter/-innen der Stadt Chemnitz, der Kammern, der Agentur für Arbeit und von Bildungseinrichtungen zu einem Unternehmerfrühstück. Eingeladen hatte hierzu der ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Career Service der TU Chemnitz. Unter dem Motto „Ausländische Arbeitnehmer/-innen – Meine Chance?!“ wurden Möglichkeiten und Wege sowie Herausforderungen hinsichtlich der Beschäftigung von Migrant/-innen aufgezeigt und diskutiert.

Zunächst präsentierten sich verschiedene Projekte der Region, die Migrant/-innen durch gezielte Förderung auf die Integration in den Arbeitsmarkt vorbereiten und Unternehmer bei der Suche nach geeignetem Personal unterstützen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um bereits Erreichtes und wegweisende Best Practice Beispiele aus der Unternehmenspraxis. Die Unternehmen HENKA Werkzeuge + Werkzeugmaschinen GmbH aus Stollberg sowie die Terrot GmbH aus Chemnitz schilderten den mitunter holprigen und aufwändigen, jedoch lohnenswerten Prozess den Unternehmer/-innen und Migrant/-innen gemeinsam zu bestreiten haben. „Natürlich bringt die Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter/ -innen Herausforderungen mit sich. Aber der Gewinn ist ebenso eindeutig – Insiderwissen über Zielmärkte im Ausland, eine besetzte Stelle statt einer unbesetzten sowie eine Stärkung der Arbeitgebermarke und öffentlichen Wahrnehmung sind Faktoren, die nachhaltig zu Erfolg führen“, so Nicole Lehmann von der Terrot GmbH.

Im Anschluss stellten sich Frau Kobuß, Migrationsbeauftragte der Stadt Chemnitz, Frau Kunze, Referentin für Fachkräfte/ Arbeitsmarkt der IHK Chemnitz, Frau Gottwald, Koordinatorin Asyl der Agentur für Arbeit Chemnitz, sowie Herr Alkurdi, internationaler Praktikant der Firma NetTask, in einer Podiumsdiskussion den Fragen der Veranstalter sowie der Gäste.

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass eine Vernetzung der regionalen Wirtschaftsunternehmen, der Arbeitsverwaltungen und Kammern sowie beteiligter Bildungseinrichtungen enorm wichtig und zielführend ist. Die Resonanz der Gäste war dementsprechend positiv. „Der Bedarf für gegenseitigen Austausch und Unterstützung ist auf allen Ebenen vorhanden. Die Veranstaltung hat genau diesen Austausch ermöglicht“, so ein Teilnehmer im Anschluss an das Frühstück. Dennoch bleibt viel zu tun. Deswegen möchte ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. die gemachten Erfahrungen, Fragen und Anregungen aller Beteiligten aufgreifen und daran anknüpfen. Weitere Veranstaltungen dieser Art sind bereits in Planung.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.