Berufsbildung im Vergleich: USA – Deutschland

Berufsbildung im Vergleich: USA - Deutschland

In einer Kooperationsveranstaltung widmeten sich ARBEIT UND LEBEN Sachsen und das Generalkonsulat der USA in Leipzig am 22. Mai 2012 einem brandaktuellen Thema.

Konsulin Dr. Helena Schrader bot einen kompakten, aussagekräftigen Überblick über Berufsausbildung in den USA. Es stellte sich heraus, dass die Berufsausbildung von Bundesstaat zu Bundestaat und von Beruf zu Beruf sehr unterschiedlich ist und keine bundeseinheitlichen Standards für die Lizensierung von Berufen herrschen. Aufgrund gestiegener Jugendarbeitslosigkeit in den USA ist man dort sehr daran interessiert, die Erfolgsfaktoren des dualen Berufsausbildungssystems in Deutschland kennen zu lernen.

Sowohl die Stärken als auch die Entwicklungspotenziale des deutschen dualen Systems wurden von Hermann Nehls, Berufsbildungsexperte beim DGB-Bundesvorstand, kompetent dargestellt. Als besondere Stärken wurden die bundeseinheitliche Rahmengesetzgebung zur beruflichen Bildung sowie die Ausbildungsqualität hervorgehoben.

Anschließend stellte sich neben Konsulin Dr. Schrader und Hermann Nehls auch Dr. Andreas Fuerst, Referent für Politik und Wirtschaft beim US-Generalkonsulat den Fragen und Diskussionsbeiträgen der 50 Teilnehmenden. Schwerpunkte der Diskussion waren unter anderem Qualitätsmerkmale einer guten Berufsausbildung und die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse.

Im Herbst wird die nächste Kooperationsveranstaltung von ARBEIT UND LEBEN Sachsen und dem Generalkonsulat der USA stattfinden, welche sich anlässlich der anstehenden Präsidentschaftswahlen dem Thema „Wahlsystem der USA“ widmen wird.