Erfahrungsaustausch von Gesellenvertretern aus Sachsen und Thüringen

Erfahrungsaustausch von Gesellenvertretern aus Sachsen und Thüringen

Am 20.02.2010 haben sich mehr als 20 sächsische und thüringische Arbeitnehmervertreter und -vertreterinnen in der Mitbestimmung des Handwerks zu einem von ARBEIT UND LEBEN Sachsen organisierten Erfahrungaustausch getroffen. Die am Rande der mitteldeutschen Handwerksmesse in Leipzig durchgeführte Veranstaltung bildete den Abschluss des Projektes “Gesellen-Coaching-Mitwirkung” (GeCo) für die Handwerkskammer zu Leipzig.

Begrüßt wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen von Joachim Dirschka, Präsident der HWK zu Leipzig, Gabriele Müller, Vizepräsidentin der HWK zu Leipzig, Bernd Günther, Vorsitzender der DGB Region Leipzig sowie Frank Schott, Geschäftsführer von ARBEIT UND LEBEN Sachsen. Zu den Anwesenden zählten auch die Vizepräsidenten der Handwerkskammern Chemnitz, Andreas Schönfeld; Erfurt, Bärbel Kritzmann sowie Südthüringen, Klaus Hering.

Joachim Dirschka stellte die Bedeutung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Handwerk heraus und warb für einen offenen, verständnisvollen Umgang in der Selbstverwaltung des Handwerks. Gemeinsam mit Bernd Günther verwies Gabriele Müller auf die Wichtigkeit der Schulung und Qualifizierung von Interessenvertretungen, die nur mit fachlicher Unterstützung ihren ehrenamtlichen Aufgaben in vollem Umfang gerecht werden können. In diesem Zusammenhang ist ein Projekt wie GeCo sehr gut aufgenommen worden und sollte inhaltlich auch zukünftig fortgeführt werden. Frank Schott dankte anschließend insbesondere der Handwerkskammer zu Leipzig für ihre ausgezeichnete Unterstützung in der Pilotphase und gab anschließend einen kurzen Einblick in die bisherigen Ergebnisse und Erfahrung des Projektes in Sachsen, Thüringen und auf Bundesebene.

Den Hauptteil der Veranstaltung bildete ein offener Erfahrungsaustausch der anwesenden Gesellenvertreter und -vertreterinnen, auf dem u.a. die besondere Konstellation der Mitbestimmung im Handwerk eine wichtige Rolle spielte. Die Selbstverwaltung durch die Handwerkskammern dient einem gemeinsamen Zweck und umfasst mithin auch die Interessen der angestellten Meister, Gesellen und Lehrlinge in den Betrieben. Eine Qualifizierung der entsprechenden gesetzlichen Interessenvertreter ist somit eine natürliche Grundvoraussetzung für die Wahrnehmung der Aufgaben.

In diesem Zusammenhang hat das von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Projekt einen wichtigen Anschub gegeben, der nun mit neuen Wegen fortgeführt werden muss. Das Bildungsangebot für die ebenfalls von ARBEIT UND LEBEN betreuten Handwerkskammern Chemnitz, Erfurt, Südthüringen und Ostthüringen wird fortgesetzt.