Freunde und Förderer von ARBEIT UND LEBEN zu Gast in Leipzig

Freunde und Förderer von ARBEIT UND LEBEN zu Gast in Leipzig

Die Bildungs- und Begegnungsarbeit von ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. stand vom 20.-22.06.2017 im Fokus einer Veranstaltung mit „ARBEIT UND LEBEN Freunde und Förderer e.V. (ALFF)“ mit 16 Teilnehmenden aus ganz Deutschland.

Thematisch ging es am 21.06.2017 neben Einblicken in die vielfältige Bildungsarbeit von ARBEIT UND LEBEN Sachsen v.a. um das Engagement des Vereins im Bereich Willkommenskultur und um die Friedliche Revolution und deren Folgen. Im Anschluss begaben sich die Teilnehmenden unter dem Titel „Leipzig – Von der Friedlichen Revolution in die Gegenwart“ zunächst mit Gisela Kallenbach, Bürgerrechtlerin und ehem. Europa- und Landtagsabgeordnete, auf einen thematischen Rundgang durch Leipzig und besuchten bedeutende Orte der Friedlichen Revolution. Als Zeitzeugin nahm Gisela Kallenbach die Gäste mit auf eine Zeitreise und schilderte eindrucksvoll die Lebens- und Arbeitssituation der 1980er Jahre und die Verhältnisse, die schließlich in die Friedliche Revolution mündeten.

Die Entwicklungen ab 1989 bis in die Gegenwart wurden danach im Rahmen einer Gesprächsrunde mit zwei Leipziger Persönlichkeiten beleuchtet. Ursula-Marlen Kruse, Landesvorsitzende der GEW, und Christian Wolff, Pfarrer i.R. der Thomaskirche Leipzig, sprachen über die Folgen der Friedlichen Revolution sowie über die soziale Situation, die politische Kultur und zivilcouragiertes Handeln im Leipzig der Gegenwart sowie über die Bildungspolitik im Freistaat Sachsen.

Der zweite thematische Veranstaltungstag am 22.06.2017 stand im Zeichen der Industriegeschichte Leipzigs. Auf einer fachkundig geführten Bootstour auf dem Karl-Heine-Kanal und der Weißen Elster ging es um die industrielle Erschließung des Westteils der Stadt durch Dr. Karl Heine und die Entwicklung während der DDR-Zeit sowie schwerpunktmäßig um die Revitalisierung der Stadtteile Plagwitz und Schleußig, insbesondere als Wohn- und Künstlerviertel, ab den 1990er Jahren. Eine abschließende Diskussion zu den Themen und Eindrücken rundete die gelungene Veranstaltung ab.

Der „ARBEIT UND LEBEN Freunde und Förderer e.V. (ALFF)“ wurde 2012 auf Initiative des langjährigen Bundesgeschäftsführers von ARBEIT UND LEBEN Theo W. Länge in Wuppertal gegründet und vereint mit ARBEIT UND LEBEN verbundene Kolleginnen und Kollegen, Freunde und Freundinnen aus dem ganzen Bundesgebiet. Ziel des Vereins ist es, Demokratie und zivilgesellschaftliches Engagement im Kontext der bundesweit und international angelegten Bildungs- und Begegnungsarbeit von ARBEIT UND LEBEN zu fördern, aber auch Teilhabe zu ermöglichen.