Gekommen um zu bleiben?! – Mitarbeitende einbeziehen und binden

Gekommen um zu bleiben?! - Mitarbeitende einbeziehen und binden

Unter diesem Motto stand das nun schon 2. Unternehmerfrühstück von ARBEIT UND LEBEN Sachsen in Chemnitz im Rahmen des Projekts „Willkommen! in Chemnitz – Willkommen! in Arbeit“. Zusammen mit der ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH hatte der Verein Unternehmen aus Chemnitz und der Region zum gegenseitigen Austausch eingeladen. Insgesamt 37 Unternehmer/-innen und Personalverantwortliche folgten diesem Ruf und kamen am 27.01.2017 im Business Village Chemnitz zusammen.

Im ersten Teil der Veranstaltung standen zwei Konzepte im Mittelpunkt, die es vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglichen sollen, die eigene Personalarbeit mit überschaubarem Aufwand zu verbessern. So stellte die ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH ihr Konzept vom „Kümmerer“ vor. Dem Kümmerer-Modell liegt das INQA-Modellvorhaben GestalteMIT zugrunde, welches vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird. Hinter dem Titel „Kümmerer“ steht eine Person im Unternehmen, die sich in den drei Handlungsfeldern Personal, Gesundheit und Innovation qualifiziert hat und diese Themenbereiche im Unternehmen effektiver unterstützen kann. Frau Menzl
von der Firma Container Vermietung und Verkauf Menzl GmbH in Lichtenau – selbst Teilnehmerin der Befähigung zum „Kümmerer“ – gewährte den Anwesenden einen praktischen Einblick, wie die Umsetzung im eigenen Unternehmen aussehen kann.

Ein weiteres Konzept, das die erfolgreiche Integration von Zugewanderten in das eigene Unternehmen absichern soll, stellte ARBEIT UND LEBEN Sachsen vor. Der „Integrationsbegleiter“ kennt die Herausforderungen des Integrationsprozesses von der Personalauswahl bis hin zum Feedbackgespräch nach den ersten 100 Tagen sowie die Zeit darüber hinaus. Mit der Qualifizierung eines Mitarbeiters zum/ zur Integrationsbegleiter/-in etablieren Unternehmen eine Ansprechperson in den eigenen Reihen für Führungskräfte, Kollegen und Zugewanderte. Tom Pillgrimm, Integrationsbegleiter der Terrot GmbH, gab hierzu einen Praxiseinblick.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Unternehmensvertreter/-innen die Möglichkeit, in moderierten Kleingruppen zu den Themen Innovation, interne Kommunikation und Integration zu diskutieren sowie Erfahrungen, Lösungsideen und Best Practice-Beispiele auszutauschen. Die Ergebnisse wurden gesammelt und im Nachgang allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Die Veranstaltung hat wieder einmal gezeigt, dass den regionalen Wirtschaftsunternehmen der Austausch und die Vernetzung besonders wichtig sind. Die Resonanz der Gäste war dementsprechend positiv. „Die Möglichkeit sich zu verschiedene Themen in Kleingruppen auszutauschen, hat mir an dieser Veranstaltung am besten gefallen“, so ein Teilnehmer im Anschluss an das Frühstück. Dennoch bleibt viel zu tun. Deswegen möchten die Veranstalter die gemachten Erfahrungen, Fragen und Anregungen aller Beteiligten aufgreifen und daran anknüpfen. Weitere Veranstaltungen dieser Art sind bereits in Planung.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.