Impulsworkshop für Wegweiserkurse

Impulsworkshop für Wegweiserkurse

Am 12.01.2016 führte ARBEIT UND LEBEN Sachsen in Kooperation mit dem Geschäftsbereich der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration einen Impulsworkshop durch, in dem es darum ging, wichtige inhaltliche Impulse für die Vermittlung von Alltagsorientierung für Asylsuchende aufzugreifen. 35 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Polizei, Feuerwehr, Arbeitsverwaltung, Verbraucherschutz, Flüchtlingsarbeit, Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende, Bildung, Bahn, Gesundheitswesen, BAMF, Landesdirektion und relevanten sächsischen Ministerien sowie Kulturmittlerinnen und Kulturmittler gaben Hinweise, Anregungen und weitere Hilfestellungen und beteiligten sich so an der Erarbeitung einer inhaltlichen und methodischen Grundlage für tragfähige Wegweiserkurse. Im Auftrag der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, wird durch den Sächsischen Volkshochschulverband und ARBEIT UND LEBEN Sachsen ein Konzept für einwöchige Wegweiserkurse entwickelt, in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende erprobt und evaluiert. Ziel der Kurse ist eine erste sprachliche sowie eine Alltagsorientierung für die Asylsuchenden. Ziel des Projektes ist es, ein erprobtes und tragfähiges Konzept für den Einsatz in Erstaufnahmeeinrichtungen bereitzustellen. In einem Zeitraum von sechs Monaten werden dafür in sechs vom Freistaat Sachsen getragenen Gemeinschaftsunterkünften für Asylsuchende insgesamt ca. 200 einwöchige Wegweiserkurse mit jeweils einem Umfang von 30 Unterrichtsstunden und maximal 20 Teilnehmer/-innen stattfinden. Damit können bis zu 4.000 Asylsuchende in Sachsen erreicht werden. Die Standorte sind Bischofswerda, Chemnitz, Dresden, Leipzig, Niederau und Schkeuditz. Zum Einsatz in den Kursen kommen neben erfahrenen Sprachdozenten sogenannte Kulturmittlerinnen und Kulturmittler. Dabei handelt es sich um Menschen, die die gleiche Muttersprache wie die Asylsuchenden sprechen und die die Herausforderungen bei der Orientierung in einer anderen Kultur nachvollziehen können. Die Wegweiserkurse zeigen, dass Methoden aus der interkulturellen Bildung, in denen ARBEIT UND LEBEN über langjährige Erfahrungen verfügt, auch im Integrationsprozess Zugewanderter eine bedeutsame Rolle spielen können. Mit dem Wegweiserkursen sollen Lücken bei den sächsischen Integrationsangeboten für Asylsuchende geschlossen werden. „Die Wegweiserkurse kann man als ein Tor zu unserer Gesellschaft beschreiben“, sagt dazu die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping. „Wer schnelle Orientierung gibt, handelt präventiv und vermittelt unsere Werte bereits zu einem frühen Zeitpunkt. Davon profitieren nicht nur die Asylsuchenden, sondern auch alle Akteure, die mit Asylsuchenden arbeiten und die gesamte Gesellschaft.“

Kontakt:

ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.
Löhrstraße 17
04105 Leipzig

Tel.: 0341 71005-0
Fax: 0341 71005-55
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Ansprechpartner:
Stefan Grande
grande@arbeitundleben.eu