Indigene Völker in Lateinamerika

Indigene Völker in Lateinamerika

„Indigene Völker und gesellschaftliche Alternativen in Lateinamerika“ war das Thema eines Symposiums, zu dem ARBEIT UND LEBEN Sachsen und QUETZAL – Leipziger Lateinamerika Verein am 2. Februar 2013 in das Seminarzentrum in Leipzig eingeladen hatten. Die Vorträge von Dr. Peter Gärtner, Dr. Germán Muruchi Poma, Dr. Maren Rößler, Andrea Lammers und Axel Anlauf beschäftigten sich mit politischen, sozialen und ethnologischen Aspekten der Renaissance indigener Bewegungen in Lateinamerika. Die mehr als 65 Teilnehmer der Ganztagsveranstaltung erhielten einen umfassenden Einblick in indigene Lebenskonzepte, wie das andine „Vivir bien“, in indianische Diplomatie bei den Vereinten Nationen in New York und den Kampf von Gemeinden gegen Unterdrückung und die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Einen besonderen Akzent setzte Dr. Claus Deimel, Direktor der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen, der seinen neuen Film über die Tarahumara in Nordmexiko vorstellte und deutlich machte, dass indigene Völker nicht selten andere Vorstellungen über ihr Leben und ihre Probleme haben, als wohlmeinende westliche Helfer glauben. Sowohl die Beiträge als auch die abschließende Podiumsdiskussion zu „Möglichkeiten und Grenzen indigener Bewegungen im 21. Jahrhundert“ mit mehreren Länderkurzberichten boten Anlass zu einer lebendigen Diskussionen.