Konferenz „Die Rentenreform 2001 – ihre Folgen und die aktuellen Konsequenzen“ am 26.11.2016 in Dresden

Konferenz „Die Rentenreform 2001 – ihre Folgen und die aktuellen Konsequenzen“ am 26.11.2016 in Dresden

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Im September haben DGB und Gewerkschaften ihre Rentenkampagne gestartet, mit der sie einen Kurswechsel in der Rentenpolitik erreichen wollen.

ARBEIT UND LEBEN Sachsen und der DGB-Bezirk Sachsen greifen nach ihrem „Sächsischen Rentengipfel“ im Juni das Thema erneut in einer Veranstaltung am 26.11.2016 im Kulturrathaus Dresden auf.

Auslöser der Entwicklung in der Rentenpolitik war die Rentenreform 2001. Mit ihr wurde das Rentenniveau von der Lohnentwicklung abgekoppelt und steht seither auch in keinem Kontext zum Bruttosozialprodukt mehr, sondern orientiert sich vorrangig an der demographischen Entwicklung. Mit der Rentenreform 2001 wurde die Höhe des Rentenbeitrags gesenkt, dafür wurde die private Altersvorsorge („Riester-Rente“) favorisiert. Wie sich heute zeigt, ein fataler Fehler. Dazu kommt, dass in den letzten Jahren zunehmend Leistungen aus der Rentenkasse finanziert wurden, die als gesamtgesellschaftliche Aufgaben aus Steuermitteln finanziert werden müssten.

DGB und Gewerkschaften haben deshalb Alarm geschlagen und werden mit der Rentenkampagne das Thema / Alterssicherung / Stabilisierung des Rentenniveaus zum Hauptthema des durch Merkels Ankündigung einer erneuten Kandidatur nunmehr eröffneten Bundestagswahlkampfes machen. Die Rentenkampagne hat in der Politik bereits Aufmerksamkeit erregt. Die Bundeskanzlerin hat die Kampagne scharf kritisiert, die politischen Parteien haben sich des Themas angenommen und Bundessozialministerin Nahles hat angekündigt, noch im November, evtl. sogar im Lauf dieser Woche, ein Rentenkonzept vorzustellen.

Deshalb soll neben einer Beleuchtung der Auswirkungen der Rentenreform von 2001 und den Anforderungen der Gewerkschaften an eine gute Rente der Zukunft eine Diskussionsrunde u. a. mit rentenpolitischen Experten der Bundestagsfraktionen stehen.

Die Medien sind dazu herzlich eingeladen. Weitere Informationen: Konferenz Rentenreform 2001 (95)