Mahnwache am 30.01.2015 an den Stolpersteinen der Familie Zellner

Mahnwache am 30.01.2015 an den Stolpersteinen der Familie Zellner

Mit einer Mahnwache an den Stolpersteinen der Familie Zellner zum Gedenken an die Opfer der Vertreibung, Deportation und Vernichtung im Nationalsozialismus am 30.01.2015 setzt ARBEIT UND LEBEN Sachsen ein Zeichen für Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt. Die Aktion beginnt 16:00 Uhr und geht bis ca. 18:00 Uhr an der Gerberstraße 5. Während der Mahnwache werden die Stolpersteine gereinigt, weiße Rosen niedergelegt und Kerzen entzündet.

Stolpersteine der Familie Zellner zum anhören

Über die Familie Zellner: Rudolf Zellner wurde am 10.11.1901 in Leipzig geboren. Er war mit Ester Zellner, geb. Raschfal am 4.11.1898 in Priluki, Russland, verheiratet. Aus der Ehe sind vier Kinder hervorgegangen: Edith Emma (geb. 27.1.1933), Heinz Adolf (geb. 28.6.1934), Ruth Lea (geb. 8.3.1936) und Cilla (geb. 16.1.1940). Von Beruf war Rudolf Zellner Kaufmann, er besaß eine Fleischerei. Er wohnte mit seiner Familie in der Leipziger Gerberstraße 5. Am 5.10.1939 wurde Rudolf Zellner im Rahmen einer „Sonderaktion“ verhaftet und am 14.10.1939 wieder entlassen. Die ganze Familie wurde am 13.7.1942 nach Auschwitz deportiert. Dort verliert sich ihre Spur. Rudolf Zellner war zum Zeitpunkt der Deportation 41 Jahre alt, seine Frau Ester 44 Jahre, Edith Emma 9 Jahre, Heinz Adolf 8 Jahre, Ruth Lea 6 Jahre und Cilla 2 Jahre.