Meinungsmacht im Web 2.0

Meinungsmacht im Web 2.0

Klassische Quellen für Nachrichten wie Fernsehen, Radio und Printmedien haben in den vergangenen Jahren starke Konkurrenz bekommen. Das Web 2.0 macht praktisch jeden zu einem Produzenten von Informationen. Die Grenzen zwischen traditionellen Informationsmedien und privaten Blogs, kommerziellen Inhalten und unabhängigen Verbraucherinformationen sowie staatlichen Akteuren und der freien Presse sind oft fließend. Viele Menschen kennen den Unterschied zwischen objektiver Berichterstattung, die nach journalistischen Qualitätsstandards erfolgt und Nachrichtenblogs in denen jeder ungefiltert und ohne Quellenprüfung seine Meinung ins Netz stellen kann nicht. Dies führt mittlerweile dazu das immer häufiger Verschwörungstheorien und Falschmeldungen das Internet überfluten und selbst informierte Zeitgenossen oft den Überblick verlieren und nicht mehr wissen, welcher Nachricht noch zu trauen ist.  Dies ist nicht nur ein Problem für den einzelnen Bürger, der nicht mehr weiß was er oder sie glauben soll. Es ist ein Problem für die Demokratie, die darauf angewiesen ist, das die vierte Gewalt als Vermittler zwischen Bürger und Politik ihre Glaubwürdigkeit nicht verliert.

In einem innovativen Projekt möchte ARBEIT UND LEBEN Sachsen hier Unterstützung geben und stellt ein Weiterbildungsangebot zur Verfügung, das Menschen jeden Alters für die Gefahren, die das Web 2.0 als Informationsquelle birgt, sensibilisiert. Nur ein kritischer Umgang mit Informationsquellen im Netz macht den Nutzer zu einem mündigen Bürger. Durch die praktische Vermittlung klarer Kriterien bei der Einordnung von Informationen und ihren Quellen, können Nutzer diese besser einschätzen und sich so ein unabhängigeres Bild über die Motive der Autoren und ihrer Quellen verschaffen. Denn für eine demokratische Gesellschaft ist nicht nur der Zugang zu Informationen wichtig, sondern auch die Fähigkeiten diese in ihrem jeweiligen Kontext einzuordnen.

Das Projekt wird durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus gefördert.

Ansprechpartner: Oliver Strotzer
strotzer@arbeitundleben.eu, Tel.: 0341 71005-0

 

Bildnachweis: CC BY 2.0