Mitgliederversammlung 2015 in Plauen: Cornelia Falken, MdL neues Vorstandsmitglied

Mitgliederversammlung 2015 in Plauen: Cornelia Falken, MdL neues Vorstandsmitglied

Die diesjährige Mitgliederversammlung von ARBEIT UND LEBEN Sachsen fand am 08. und 09. Juni 2015 statt und führte die insgesamt 26 Teilnehmenden nach Plauen. Thematisch widmete sich die Mitgliederversammlung am 08.06.2015 der Textilindustrie im globalen Wandel. Eine Führung durch die Schaustickerei in Plauen gab einen geschichtlichen Einblick in die Entwicklung der Textilindustrie in Plauen. Technische Voraussetzungen und Arbeitsbedingungen wurden anschaulich erläutert. In einem anschließenden Fachvortrag berichtete Dr. Peter Werkstätter, Geschäftsführer des Verbands der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. über die Entwicklung der Textilindustrie in Sachsen. Das Thema Verlagerung der Textilindustrie in Niedriglohnländer und deren Folgen stand dabei im Mittelpunkt.
Dr. Werkstätter berichtete über technische Entwicklungen, wettbewerbsfähige Textilprodukte, nachhaltige Herstellung und Arbeitsbedingungen sowie über die Fachkräftesituation.

In der Geschäftssitzung am 09.06.2015 zogen die Vorsitzenden Iris Kloppich, Chefin des DGB Sachsen, und Dr. Ralph Egler, Direktor der Volkshochschule Leipziger Land und Vorsitzender des Vereins, sowie Frank Schott als Geschäftsführer vor den Vertreterinnen und Vertretern der sächsischen Gewerkschaften und Volkshochschulen und den Gästen eine ausführliche Bilanz für das Geschäftsjahr 2014 und gaben Einblicke in laufende Aktivitäten.
Im Bericht des Vorstandes betonte Iris Kloppich die Notwendigkeit gesellschaftspolitischer Bildung. Dies zeigten nicht zuletzt die Aktionen von Pegida/Legida. Der Stellenwert gesellschaftspolitischer Bildung müsse erhöht und solide finanzielle Voraussetzungen geschaffen werden. Demokratische Bildungseinrichtungen sollten politische Rahmenbedingungen mitgestalten können. Gespräche habe es mit Staatsminister Martin Dulig und Abgeordneten des Sächsischen Landtags gegeben, jedoch sei es nicht gelungen entsprechende Formulierungen im Regierungsprogramm verbindlich zu verankern. Sie bedauerte, dass es nicht gelungen ist ein Bildungsfreistellungsgesetz in Sachsen einzuführen. Darüber hinaus ging Iris Kloppich auf die bisherigen Erfahrungen zum Thema Flüchtlings- und Asylpolitik ein. Sie informierte über Aktivitäten und den Sachstand des in Zusammenarbeit von DGB, SVV und ARBEIT UND LEBEN Sachsen erstellten Maßnahmenplans zur Integration von Asylsuchenden und die Unterstützung von Behörden ein. Zudem sprach sie die Projekttätigkeiten im Bereich der Alphabetisierung an. Sie dankte allen Vorstandsmitgliedern sowie der Geschäftsführung und dem Team von ARBEIT UND LEBEN Sachsen für die gute und kooperative Zusammenarbeit.
Dr. Ralph Egler ergänzte, gesellschaftspolitische Bildung wirke als gesellschaftspolitisches Regulativ und stimmte Iris Kloppich zu, dass ein wichtiges Ziel sei, das Bildungseinrichtungen die Rahmenbedingungen für ihre Arbeit mitbestimmen. Er hob positiv hervor, dass sich die Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen intensiviert habe.
Geschäftsführer Frank Schott erläuterte den Geschäftsbericht. Mehr als 13.000 Teilnehmende besuchten fast 900 Veranstaltungen. Die Teilnehmenden gaben zu 93 % positive Wertungen ab. In seinen weiteren Ausführungen ging Frank Schott auf die solide Finanz- und Personalstruktur ein und gab Einblicke in laufende Projekte und Veranstaltungen.
Die Mitglieder des Landtags Lothar Bienst (CDU) und Juliane Pfeil (SPD) würdigten die gute Arbeit von ARBEIT UND LEBEN. Lothar Bienst, Bildungspolitischer Sprecher der CDU betonte, Bildung beginne von Geburt an ein Leben lang. Es bedarf finanzieller und inhaltlicher Begleitung. Hierzu werden starke Partner benötigt, als der sich ARBEIT UND LEBEN Sachsen immer wieder erweist. Darüber hinaus ging er auf die Flüchtlingspolitik ein und mahnte, Asylbewerber möglichst schnell zu integrieren und geeignete Maßnahmen dafür zu entwickeln. Juliane Pfeil, Sprecherin Familienpolitik sowie Integrationspolitik der SPD, ergänzte, dass die Akzeptanz von Flüchtlingen in Unternehmen gebracht werden müsse. Flüchtlinge sollten als Chance verstanden werden.
Vorstand und die Geschäftsführung wurden entlastet sowie die Zustimmungen zu Jahresabschluss, Geschäftsbericht und Revisionsbericht des Geschäftsjahres 2014 vollzogen. Im Anschluss erfolgte die Neuwahl eines Vorstandsmitglieds. Vorstandsmitglied Ursula-Marlen Kruse war aufgrund ihrer Wahl zur Landesvorsitzenden des Landesverbandes Sachsen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zurückgetreten. Sie wurde von Iris Kloppich mit einem herzlichen Dank für ihr langjähriges Engagement verabschiedet. Als neues Vorstandsmitglied wurde Cornelia Falken, MdL, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), gewählt.

Laden Sie hier den Geschäftsbericht des Geschäftsjahres 2014 herunter: AL Sachsen - Geschäftsbericht 2014 (1065)