Mitgliederversammlung 2017 in Torgau: Strategien für die Bildung der Zukunft

Mitgliederversammlung 2017 in Torgau: Strategien für die Bildung der Zukunft

Die diesjährige Mitgliederversammlung von ARBEIT UND LEBEN Sachsen fand am 06. und 07. Juni 2017 statt und führte die insgesamt 33 Teilnehmenden nach Torgau. Thematisch stand die Mitgliederversammlung am 06.06.2017 im Zeichen der Bildung der Zukunft von ARBEIT UND LEBEN Sachsen. Unter den Teilnehmenden waren Vertreter/-innen der Gewerkschaften, Volkshochschulen und von ARBEIT UND LEBEN Sachsen sowie die Abgeordneten des Sächsischen Landtags Sabine Friedel, SPD-Fraktion, Lothar Bienst, CDU-Fraktion, Marion Junge, Fraktion DIE LINKE, und Ingo Altmann vom Sächsischen Bildungsinstitut. Impulsvorträge von Iris Kloppich, Vorsitzende DGB Bezirk Sachsen,
Prof. Dr. Ulrich Klemm, Geschäftsführer Sächsischer Volkshochschulverband e.V., und Frank Schott, Geschäftsführer ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V., stimmten in das Thema ein. Dabei standen die Weiterbildungskonzeption des Freistaates Sachsen sowie gesellschaftliche Herausforderungen wie Digitalisierung und Globalisierung und die notwendigen Rahmenbedingungen für Bildung im Fokus. In der anschließenden Gesprächsrunde unter der Moderation von Dr. Katrin Jutzi erörterten und diskutierten die Teilnehmenden die strategische und thematische Ausrichtung zukunftsorientierter Bildungsangebote von ARBEIT UND LEBEN Sachsen.

In der Geschäftssitzung am 07.06.2017 im Dokumentations- und Informationszentrum Torgau im Schloss Hartenfels zogen die Vorsitzenden Dr. Ralph Egler, Direktor der Volkshochschule Leipziger Land, und Iris Kloppich, Chefin des DGB Sachsen, sowie Frank Schott als Geschäftsführer vor den Vertreterinnen und Vertretern der sächsischen Gewerkschaften und Volkshochschulen und den Gästen eine ausführliche Bilanz für das Geschäftsjahr 2016 und gaben Einblicke in laufende Aktivitäten.

Im Bericht des Vorstandes betonte Dr. Ralph Egler, dass ARBEIT UND LEBEN Sachsen weiterhin ein bedeutender Bildungsdienstleister sei, der emanzipatorische Bildung ermöglicht und als Lernort den passenden Rahmen ermöglicht. Das Geschäftsjahr 2016 habe einmal mehr gezeigt, dass die Zusammenarbeit von ARBEIT UND LEBEN Sachsen, Gewerkschaften und Volkshochschulen sinnvoll und fruchtbringend ist. Das konsequente gemeinsame Bemühen um eine flächendeckende Förderung der Bildung habe zu einer Steigerung der Höhe des Doppelhaushaltes 2017/2018 für den Bereich Weiterbildung um 1 Million Euro geführt. Der Handlungs- und Gestaltungswille, die Aktivitäten von ARBEIT UND LEBEN Sachsen zeigten sich insbesondere im Geschäftsbericht 2016. Als herausragende Beispiele der Bildungsarbeit des Vereins benennt Dr. Ralph Egler die Wegweiserkurse, die KAUSA-Servicestelle Leipzig, die Projekte „Willkommen in Chemnitz! Willkommen in Arbeit!“ und „Interkulturelles Lernen in der Kindertagesstätte“, die Zuwanderung mit Bildungsintegration verknüpfen sowie die Projekte „Mento“ und „BasisKomPlus“, die sich dem Thema Alphabetisierung und Grundbildung aus arbeitsweltlicher Sicht nähern. Der Vorsitzende dankte allen Vorstandsmitgliedern, den Revisoren sowie der Geschäftsführung und dem Team von ARBEIT UND LEBEN Sachsen für die kompetente und kooperative Zusammenarbeit. Iris Kloppich ging ergänzend auf die fachliche Kompetenz des Teams von ARBEIT UND LEBEN Sachsen, die Netzwerkarbeit und das Management der zahlreichen Projekte ein. Geschäftsführer Frank Schott erläuterte den Geschäftsbericht. Mehr als 21.000 Teilnehmende besuchten 1.200 Veranstaltungen. Die Teilnehmenden gaben zu 98% positive Wertungen ab. In seinen weiteren Ausführungen ging Frank Schott auf die solide Finanz- und Personalstruktur ein und gab Einblicke in laufende Projekte und Veranstaltungen. Das Mitglied des Landtags Marion Junge (SPD) würdigte die gute Arbeit von ARBEIT UND LEBEN Sachsen und betonte die Notwendigkeit eines Bildungsfreistellungsgesetzes für den Freistaat Sachsen und eine flächendeckende Bildungsförderung.

Vorstand und die Geschäftsführung wurden entlastet sowie die Zustimmungen zu Jahresabschluss, Geschäftsbericht und Revisionsbericht des Geschäftsjahres 2016 vollzogen.
Im Anschluss an die Geschäftssitzung folgte eine Führung durch die Ausstellung „Spuren des Unrechts“ des DIZ Torgau. Elisabeth Kohlhaas, Referentin für Bildungs-und Öffentlichkeitsarbeit, informierte eindrucksvoll zu den Themen Wehrmachtjustiz, Sowjetische Speziallager und DDR-Strafvollzug.