PerSe-Veranstaltung in Freiberg: „Berufsbildungsausschüsse im Wandel“

PerSe-Veranstaltung in Freiberg: „Berufsbildungsausschüsse im Wandel“

Am Dienstag, den 07. November 2017, hatten der DGB Sachsen und ARBEIT UND LEBEN Sachsen im Rahmen des Projekts „PerSe – Perspektive Selbstverwaltung“ gemeinsam zu einer Veranstaltung für Vertreter/-innen von Berufsbildungsausschüssen der zuständigen Stellen in Sachsen eingeladen. Im Mittelpunkt der Kooperationsveranstaltung standen die Kernthemen Geflüchtete und Digitalisierung sowie die damit verbundenen und darüber hinausgehende Herausforderungen für die Arbeit in den Ausschüssen.

Eine angeregte Diskussion entstand hinsichtlich der rechtlichen Voraussetzungen bei der Integration von Geflüchteten in Ausbildung. Hierbei standen vor allem die sogenannte „3+2 Regelung“ und die sprachlichen Zugangsmöglichkeiten im Fokus. Überraschend reagierten die Gäste bezüglich der Vielfalt der existierenden Unterstützungsstrukturen in Sachsen. Die Teilnehmenden stimmten darin überein, dass eine Kenntnis und Inanspruchnahme dieser Strukturen sowie die bessere Vernetzung zwischen den Akteuren die Integration von geflüchteten Menschen befördern kann.

Gefüllter Veranstaltungsraum

Mario Patuzzi, Referatsleiter Grundsatzfragen der beruflichen Bildung und Weiterbildung beim DGB Bundesvorstand, stellte aus Sicht der Bundesebene Strategien, Entwicklungen und Handlungsmöglichkeiten für die Arbeit der Berufsbildungsausschüsse dar. Einen weiteren Schwerpunkt bildete das schwer zu greifende Thema der fortschreitenden Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Berufsbildung. Dr. Katrin Ihle, Abteilungsleiterin im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) erläuterte die Digitalisierungsstrategie des Freistaates Sachsen. André Schnabel, alternierender Vorsitzender des Landesausschusses für Berufsbildung beim SMWA, stellte die Folgewirkungen dieser Entwicklungen aus Sicht der Landesebene dar.

Die Teilnehmenden diskutierten intensiv über mögliche Folgen für alle innerbetrieblichen und persönlichen Bereiche. Wichtige Grundpfeiler waren und bleiben hierbei faire Arbeitsbedingungen, Lebenslanges Lernen, Ausbildung und Fachkräfteentwicklung an die neuen Herausforderungen der Digitalisierung anzupassen. Aufgrund der schwierig einzuschätzenden Entwicklungen ist es notwendig, auch kammerübergreifend die Berufsbildungs- und Prüfungsausschüsse in regelmäßigen Abständen weiterzubilden und damit ein Format des gegenseitigen Austauschs zu ermöglichen.

Das Projekt PerSe wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.