Politik und Interessenvertretung in Brüssel

Politik und Interessenvertretung in Brüssel

In einer von ARBEIT UND LEBEN Sachsen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Internationale Wirtschaftsbeziehungen der Universität Leipzig vom 25.02. bis 28.02.2013 durchgeführten Bildungsexkursion nach Brüssel erhielten die Teilnehmenden einen spannenden und umfassenden Blick hinter die Kulissen des Europäischen Politikbetriebes. Die langjährige sächsische Europaabgeordnete Constanze Krehl berichtete von ihrer Arbeit im Europäischen Parlament und diskutierte mit den Teilnehmenden über aktuelle politische Themen wie den EU-Haushalt und die Wirtschafts- und Finanzkrise in der Eurozone.
Johannes Kleis, Kommunikationsdirektor beim Europäischen Verbraucherverband BEUC, erläuterte in einem Vortrag im Europäischen Parlament die Arbeit seiner Organisation und ihren Einfluss auf den Gesetzgebungsprozess. Pia Eberhardt von der lobbykritischen Nichtregierungsorganisation CEO vermittelte in einem Rundgang durch das Europaviertel von Brüssel, wie Interessengruppen ihren Einfluss in der EU geltend machen und wie ungleich die Ressourcen im Verhältnis zu gesellschaftlichen und gemeinnützigen Interessengruppen verteilt sind. Im Besucherzentrum der Europäischen Kommission berichteten Referenten aus unterschiedlichen Fachabteilungen der Kommission über ihre Themenschwerpunkte und Karrieremöglichkeiten im „Herzen Europas“.
Wolf-Eberhardt Kuhl, der Leiter des Sachsen Verbindungsbüros in Brüssel, lud zu einer Diskussionsrunde in seine Repräsentanz ein, an welcher Janna Lehmann, die Leiterin des Verbindungsbüros der Sächsischen Kommunen und Stefan Bredohl, der Pressesprecher der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EU teilnahmen. Sehr anschaulich und mit Anekdoten gespickt, gewährten die Referenten einen Einblick in die Art und Weise, wie Kommunen, Land und Bund ihre Interessen in Brüssel vertreten. Brüssel ist die Hauptstadt der Lobbyisten und Gérard Legris der Vertreter der EU-Institutionen, der ein Auge auf sie hat. In den Räumen der Kommission im Berlaymont-Gebäude berichtete der hohe EU-Beamte über die Bemühungen von Kommission und Parlament, ein Mindestmaß an Transparenz in der Interessenvermittlung zu gewährleisten. Zum Abschluss lud der Bundesverband Deutscher Banken in seine Räume und Alison Wade erläuterte in einem aufschlussreichen Vortrag, wie sie und ihre Kollegen die Interessen der Mitglieder ihres Verbands in Brüssel vertreten.
Das Seminar wurde durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.