Rückblick: Bildung für Bildungsmacher

Rückblick: Bildung für Bildungsmacher

Am 13. April 2010 folgten 20 Teilnehmende der Einladung des DGB Bezirks Sachsen und ARBEIT UND LEBEN Sachsen in das Bildungszentrum Handwerk Dresden, um gemeinsam mit zwei Experten der Sächsischen Staatsregierung ausgewählte Fragen zur Zukunft der Berufsbildung zu diskutieren. Im Anschluss an die Eröffnung des Seminars durch den Geschäftsführer von ARBEIT UND LEBEN Sachsen, Frank Schott, und die Begrüßung durch den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Dresden, Dr. Andreas Brzezinski, folgte der erste Fachvortrag.

Christof Voigt, Referatsleiter für berufliche Bildung des Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, erläuterte den Teilnehmenden anhand aktueller Fakten und detaillierter Hintergrundinformationen die Entwicklung der Förderung der Berufsbildung. Insbesondere ging er auf den Fachkräfte- und Bewerbermangel, Fördermöglichkeiten zusätzlicher Ausbildungsplätze, die Förderung der Verbundausbildung und der betrieblichen Weiterbildung sowie innovative Projekte der Berufsbildung ein. Abschließend wies er auf die Optimierungspotenziale der beruflichen Bildung auf Landesebene hin.

Im zweiten Teil des Seminars informierte André Döring, Referat 43 des Sächsischen Staatsministeriums für Kultur und Sport, über die Berufsschulentwicklungsplanung des Freistaates Sachsen. Er wies anschaulich auf die Entwicklung der Schülerzahlen hin, informierte über den bevorstehenden Fachkräftebedarf und erläuterte Hintergründe der Schulnetzplanung und Fachklassenbildung. Abschließend verdeutlichte er die Konsequenzen einer effektiven und qualitätssichernden Schulnetzplanung. Um die Qualität der schulischen Ausbildung zu sichern, sei, so Döring, eine Konzentration der Bildungsangebote und die weiterführende Profilierung der BSZ ebenso notwendig wie die verstärkte Bildung von Bezirks- und Landesfachklassen – auch über die sächsischen Landesgrenzen hinaus.

Im Anschluss an die beiden Vorträge diskutierten die Teilnehmenden die notwendigen Schlussfolgerungen für die Berufsbildung in Sachsen sowie konkrete Gestaltungsmöglichkeiten der Berufsbildungsausschüsse von IHK und HWK und des Landesausschusses für Berufsbildung.