Sächsischer Weiterbildungstag 2012 mit Rekordbeteiligung

Sächsischer Weiterbildungstag 2012 mit Rekordbeteiligung

Mit einer Rekordbeteiligung von 140 Teilnehmenden ging am 12.09.2012 der diesjährige Sächsische Weiterbildungstag zum Thema “Politische Bildung” in Leipzig zu Ende. ARBEIT UND LEBEN Sachsen hatte diesen im Auftrag des Landesbeirates für Erwachsenenbildung beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus ausgerichtet und damit die erfolgreiche Tradition jährlicher Weiterbildungstage und -workshops fortgesetzt.

Weiterbildnerinnen und Weiterbildner sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Interessenvertretung waren in den neuen Campus Augustusplatz der Universität Leipzig gekommen, um gemeinsam den Stand und die Entwicklungsperspektiven der politischen Bildung als wesentlichen Teil der Weiterbildung in Sachsen zu diskutieren. Eine begleitende Ausstellung demonstrierte die Vielfalt der handelnden Akteure – von breit aufgestellten Bildungseinrichtungen über Stiftungen bis hin zu lokalen Bürgerinitiativen.

Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden des Landesbeirates für Erwachsenenbildung, Karl-Heinz Maischner, gab die Sächsische Staatsministerin für Kultus, Brunhild Kurth, in ihrem Eröffnungsbeitrag ein deutliches Bekenntnis zur politischen Bildung ab und betonte die Wichtigkeit sowohl in der Schule als auch in der Weiterbildung. In weiteren Beiträgen gingen Frank Schott, Geschäftsführer von ARBEIT UND LEBEN Sachsen sowie die Mitglieder des Landtages Patrick Schreiber und Dr. Eva Maria Stange auf die Anforderungen und Bedeutung der politischen Bildung im Kontext der sächsischen Bildungspolitik ein.

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, erläuterte in einem eindrucksvollen Hauptvortrag die Herausforderungen der politischen Bildung in einer sich rasant wandelnden Gesellschaft. Dabei spielen u.a. die Berücksichtigung von diversifizierten Zielgruppen, die Erreichung bildungsbenachteiligter Zielgruppen durch aktivierende Methoden und die deutliche Fokussierung auf die Möglichkeiten des Web 2.0 eine wichtige Rolle.

Im anschließenden Vortrag ging Prof. Dr. Ulrich Klemm von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig aus einer wissenschaftlichen Perspektive auf die bürgerschaftliche Erwachsenenbildung ein und zeigte die Notwendigkeit der methodischen und organisatorischen Anpassung klassischer Bildungsangebote und -formen auf.

Die Vielfalt der politischen Bildung zeigte die Ausrichtung der vertiefenden Workshops. Dabei standen Themen wie Frühzeitiges Mitgestalten, Bürgerschaftliches Engagement, Vielfalt und Toleranz in Unternehmen sowie die Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung im Vordergrund. Die Workshops wurden von verschiedenen Einrichtungen und Institutionen vorbereitet und moderiert und konnten eine rege Teilnahme verzeichnen.

In einem lebhaften Abschlusspodium dikutierten Gerd Kurbjuhn von der Volkshochschule Chemnitz, Holger Mann, Mitglied des Landtages, Peggy May vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus, Alexander Merx von der Internationalen Gesellschaft für Diversity Management, Frank Richter, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung sowie Patrick Schreiber den Wert politischer Bildung.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die Unterstützung, insbesondere beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus, der Universität Leipzig, den an der Ausstellung beteiligten Organisationen und den vielen Referentinnen und Referenten im Plenum, im Podium und den Workshops.

Die ausführliche Dokumentation des Weiterbildungstages wird in Kürze über die Webseite von ARBEIT UND LEBEN sowie des Landesbeirates für Erwachsenenbildung beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus zur Verfügung gestellt.