Zum 20./21.05.2019 lud Frau Widmann-Mauz, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte des Bundes für Migration, Flüchtlinge und Integration, ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. nach Ulm ein, um bei der Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten 2019 einen Workshop mitzugestalten.

Ziel der Konferenz mit dem Titel „Vielfalt: Herausforderung und Chance für unser Land“ war es, die Integration und Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund zu stärken, Potenziale zu erkennen und zu nutzen, aber auch den Herausforderungen zu begegnen.

Diana Knorr, tätig im Projekt Landeskoordination Erstorientierungskurse in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen, stellte im Rahmen des Workshops „Wertevermittlung in der Einwanderungsgesellschaft – Von Anfang an im Dialog“ das Pilotprojekt Wegweiserkurse in Erstaufnahmeeinrichtungen als Best-Practice-Konzept vor.

In den freiwilligen Kursen erhalten die Teilnehmer/-innen erste Informationen zur Orientierung für den Alltag, aber auch über das Zusammenleben in Deutschland. Die Kurse tragen dazu bei, Konflikte zu vermeiden sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Die Wegweiserkurse in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen wurden 2015 entwickelt und erfolgreich pilotiert, sodass diese seit September 2017 als Regelangebot Erstorientierungskurse in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen angeboten werden.

Das erfolgreiche Modell der Wegweiserkurse bei denen herkunftssprachliche Kulturmittler/-innen Geflüchteten erste Orientierung für Alltag und Gesellschaft vermitteln, wird zudem seit Herbst 2018 in AnKER-Einrichtungen in Bayern als herkunftssprachliche Wegweiserkurse pilotiert.

Das sächsische Curriculum der Wegweiserkurse diente dabei als Vorlage für die herkunftssprachlichen Wegweiserkurse in Bayern. Überdies unterstützte ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. mit seiner Praxiserfahrung als Experte den Volkshochschulverband Bayern und führte in Leipzig zwei Schulungen für bayrische Kulturmittler/-innen durch.

Frau Staatsministerin Widmann-Mauz sagte abschließend: „Ich bin mir sicher, dass wir mit der Veranstaltung ein bedeutendes Zeichen für Vielfalt setzen konnten und die Integrationsbeauftragten zahlreiche Impulse für ihre Arbeit mitnehmen konnten. Uns haben seither viele positive Rückmeldungen zur Bundeskonferenz erreicht.“

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