Die Erschließung von Erkenntnissen und Erfahrungen aus anderen Förderprogrammen auf Bundes- und Landesebene sowie die Schaffung von Austausch- und Vernetzungsgelegenheiten für eine nachhaltige Nachnutzung von Projektergebnissen waren zwei wesentliche Ziele des ersten Werkstattgesprächs, das durch das in Trägerschaft von ARBEIT UND LEBEN Sachsen befindliche Zentrum digitale Arbeit (ZdA) organisiert wurde. Zur virtuellen Veranstaltung kamen Vertreter*innen aller fünf ostdeutschen Zukunftszentren sowie viele Gäste aus bundesweit ansässigen Projekten zusammen. Im Fokus standen die praktische Anwendung von digitalen Lernwerkzeugen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Frau Dr. Katrin Ihle, Abteilungsleiterin aus dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) richtete persönlich das Grußwort an die Teilnehmenden. Schon hier wurde klar: Nicht nur durch die Pandemie gewinnen digitale Lernwerkzeuge immer mehr an Bedeutung. Sie forderte die Teilnehmenden auf, sich u.a. mit Fragen notwendiger Kompetenzveränderungen und der Änderung des Lernens sowie zur richtigen Balance zwischen digital und analog auseinanderzusetzen. Prof. Dr. Hermann Körndle von der Technischen Universität Dresden folgte mit dem Keynote-Vortrag „Lehren, Lernen und Arbeiten mit digitalen Medien“. Er thematisierte u.a. den Zusammenhang zwischen arbeitsorientiertem Lernen mit einer lernförderlichen Arbeitsgestaltung.

Nach diesen instruktiven Impulsen stellten sich 21 Projekte aus drei unterschiedlichen Programmlinien der Herausforderung eines kurzen Projekt-Pitches. Die größte Fraktion umfasste dabei die vom SMWA geförderten Projekte zur Einführung digitalgestützter Lernwerkzeuge in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Es folgten durch das BMBF geförderte Vorhaben im Rahmen des Förderschwerpunktes „Transfernetzwerke Digitales Lernen in der Beruflichen Bildung“ (DigiNet) sowie des Ende letzten Jahres gestarteten Programms InnoVET „Zukunft gestalten – Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung“.

Das rege Interesse und die Vielfalt der Projekte machen einmal mehr deutlich: Das Thema der Digitalisierung in der beruflichen Bildung ist präsenter denn je. Nach einer kurzen Pause tauschten sich die Gäste an insgesamt vier Thementischen mit den Schlagwörtern „Integriert“, „Mobil“, „Flexibel“ und „Kooperativ“ aus. Dabei hatten alle Organisationen die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, ihre Bedarfe und Angebote mit Hilfe eines Matching-Boards zu benennen sowie Fragen zu stellen. Hier wurden erste Kontakte geknüpft und die Vernetzung kam in Fahrt.

Insgesamt zeigte dieses erste Werkstattgespräch: Die Notwendigkeit für Lernwerkzeuge zum digitalen Lernen besteht, doch gerade KMU sind noch nicht immer vom digitalen Lernen überzeugt. Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit für einen sinnvollen Einsatz solcher Tools sind daher notwendig. Hier knüpfen die Regionalen Zukunftszentren an, die mit innovativen Lehr- und Lernkonzepten in breiter Methodenvielfalt den Veränderungsprozess in Betrieben und den Belegschaften unterstützen.

Um möglichst viele Unternehmen zu erreichen, lohnt es sich, überregional und branchenübergreifend zusammenzuarbeiten. Ein erster Schritt in diese Richtung war dieses erste Werkstattgespräch, dem weitere folgen werden.


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Dr. Petra Gärtner

Leitung des Zentrum digitale Arbeit; Stellv. Geschäftsführerin