Mit Betriebsvereinbarungen wird ein Normenwerk geschaffen, das verbindlich im Betrieb anzuwenden ist und damit Rechte und Pflichten für den Betriebsinhaber und die Beschäftigten begründet. Vor allem im Bereich der sozialen Mitbestimmung (§ 87 BetrVG) kann die Betriebsvereinbarung erzwungen werden. Möglich sind aber nach § 88 BetrVG auch freiwillige Betriebsvereinbarungen.

Das Seminar richtet sich an Betriebsräte, die ihre Mitbestimmungsrechte konsequent wahrnehmen und gestaltend auf die betriebliche Situation einwirken wollen. Behandelt werden die Anwendungsmöglichkeiten von Betriebsvereinbarungen, also die Mitbestimmungsgegenstände, die Inhalte, Formvorschriften und die Beendigung, Kündigung und Nachwirkung von Betriebsvereinbarungen. Schwerpunkte werden auch sein, die Verhandlungsführung zum Erreichen einer Betriebsvereinbarung, die verständliche aber rechtssichere Formulierung und nicht zuletzt die Durchsetzung gegebenenfalls auch über die Einigungsstelle.

Aus dem Inhalt:

Rechtsgrundlagen der Betriebsvereinbarung

Regelungsabrede oder Betriebsvereinbarung

Inhalte, Aufbau und Abschluss der Betriebsvereinbarung

Möglichkeiten und Grenzen von Regelungen durch Betriebsvereinbarung

Regelungssperre § 77 Abs. 3 BetrVG

Musterbetriebsvereinbarung

Praktische Übung: Erarbeitung einer Betriebsvereinbarung

Zustandekommen einer Betriebsvereinbarung

Entwurf durch den Arbeitgeber

Streit über Inhalt, Anwendung und Geltung

Anrufung der Einigungsstelle oder des Arbeitsgerichts

Spruch der Einigungsstelle

Erzwingbare und freiwillige Betriebsvereinbarungen

Verstöße gegen die Betriebsvereinbarung

Kündigung und Nachwirkung

Ausübung des Mitbestimmungsrechts

Referentin:

Heike Böhm, Rechtsanwältin

Seminar nach § 37 (6) BetrVG

Kontakt

ARBEIT UND LEBEN Sachsen
Landesgeschäftsstelle

Löhrstraße 17
04105 Leipzig

0341 71005-0 0341 71005-55

Katharina Wenzel

BR-Seminare