Ausgangssituation

Zuwanderung ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance für Deutschland. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist die Bundesrepublik heute auch auf Immigration angewiesen, um den Fachkräftebedarf der Wirtschaft und die Kosten der Sozialsysteme zu decken. Gleichzeitig hatte insbesondere im Verlauf der Flüchtlingskrise von 2015/16 ein Teil der einheimischen Bevölkerung den Eindruck, dass der gesellschaftliche Wandel sich zu schnell vollzieht und dass die eigene Kultur dabei verloren geht. In extremen Fällen führte dies zu Nationalismus und Rassismus.

Politik und Gesellschaft stehen daher vor der Aufgabe, Zugewanderte kulturell, sozial und wirtschaftlich zu integrieren, um die Chancen der Zuwanderung zu nutzen und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu bewahren. Die Integration in Ausbildung und Arbeit spielt dabei eine wesentliche Rolle, weshalb sich die Konferenz speziell diesem Thema widmet.

 

Zielstellung

Es gibt mehrere Communities die sich mit dem Thema der Arbeitsmarktintegration Zugewanderter beschäftigen. Politische Akteure erlassen Gesetze und initiieren Förderprogramme um den Einstieg Zugewanderter in Ausbildung und Arbeit zu erleichtern. Öffentliche Verwaltungsstrukturen und Projektträger suchen nach Lösungen, um diese Maßnahmen bestmöglich in die Tat umzusetzen. Wissenschaftler beschäftigen sich mit Arbeitsmarktintegration nicht nur quantitativ durch Umfragen und Datenanalysen, sondern auch qualitativ und kritisch.

Jede dieser Communities beschäftigt sich mit dem Problem der Arbeitsmarktintegration in ihrem eigenen Umfeld. Berührungspunkte existieren nur punktuell und selten bietet sich die Möglichkeit, über Maßnahmen, Erfolge und Herausforderungen zu reflektieren. Wenn bei Praktikern überhaupt Kontakt zu Wissenschaftlern besteht, dann meist beim Hören eines Vortrages zu statistischen Auswertungen von Daten der Bundesagentur für Arbeit. Schnittstellen zur qualitativen Migrationsforschung oder gar zu kritischen Ansätzen existieren kaum.

Ziel der Konferenz ist es, Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Politik zusammenzubringen und gegenseitigen Austausch zu ermöglichen.

Bei der Konferenz sollen u. a. folgende Fragestellungen behandelt werden:

  • Welche Maßnahmen haben Bund, Länder und Kommunen eingeleitet, um Zugewanderten den Einstieg in Ausbildung und Arbeit zu erleichtern?
  • Wie wurden diese Maßnahmen vor Ort umgesetzt?
  • Wie kann dafür gesorgt werden, dass mehr zugewanderte Frauen im Arbeitsmarkt aktiv werden?
  • Wie kann mit rassistischer Diskriminierung am Arbeitsplatz umgegangen werden?
  • Welche Rolle spielt erfolgreiche Arbeitsmarktintegration bei der Bekämpfung rassistischer Einstellungen?
  • Werden Zugewanderte durch den politischen Fokus auf Arbeitsmarktintegration auf ihre ökonomische Verwertbarkeit, ihren Marktwert reduziert?
  • Wo sehen Praktiker Probleme bei der Arbeitsmarktintegration Zugewanderter und wie kann gegengesteuert werden?

 

Anmeldung

Es besteht sowohl die Möglichkeit als Besucher, als auch als Vortragender an der Konferenz teilzunehmen. Die Anmeldung zur Konferenz erfolgt über das Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen.

Anmeldungen können bis zum 30.06.2021 erfolgen.

Wenn Sie sich als Vortragender anmelden möchte, bestätigen Sie dies bitte durch das entsprechende Feld im Anmeldeportal. Im Anschluss senden Sie bitte Ihr Abstract mit dem Inhalt des Vortrages an fachkonferenznoSpam@arbeitundleben.eu. Das Abstract sollte eine Länge von 200 Wörtern nicht überschreiten. Bitte stellen Sie bei Ihrem Vortrag sicher, dass dieser auch von ‚Laien‘ und Praktikern nachvollzogen werden kann.

Sollten Sie ein komplettes Panel organisieren wollen, ist auch das möglich. Bitte achten sie darauf, dass Vertreter*innen aus Wissenschaft und Praxis im Panel vertreten sind und wenden Sie sich in diesem Fall direkt an fachkonferenznoSpam@arbeitundleben.eu.

Wir möchten darauf hinweisen, dass auch Nachwuchswissenschaftler und Promovierende herzlich eingeladen sind, ein Abstract einzureichen.

Auch Vertreter der Politik, der öffentlichen Verwaltung oder von Trägern der Arbeitsvermittlung können gern Vorträge einreichen, beispielsweise zur Vorstellung ihrer Projekte oder zu bestimmten Herausforderungen ihrer Arbeit.

Die Veranstalter sortieren die eingereichten Vorträge in thematische Panels. In jedem Panel können maximal 4 Vorträge gehalten werden. Weiterhin werden in jedem Panel Akademiker und Praktiker vertreten sein.

Das Programm der Online-Konferenz wird ab August 2021 online verfügbar sein.

Konferenzsprache ist Deutsch

 

Kosten

Die Konferenzteilnahme ist sowohl für Besucher als auch für Vortragende kostenfrei

Download des Veranstaltungskonzeptes hier.

 

 

 

 

Kontakt

ARBEIT UND LEBEN Sachsen
Bildungsstätte Torgauer Platz

Torgauer Platz 3
04315 Leipzig

Dr. Harald Köpping Athanasopoulos

Fachbereichsleiter Migration/Integration