Die Entscheidung ist gefallen. Wir gratulieren fünf sächsischen Unternehmen zum verdienten Titel "Unternehmen für Toleranz 2021"!  Bereits zum 6. Mal hatte ARBEIT UND LEBEN Sachsen unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Petra Köpping den Titel „Unternehmen für Toleranz“ ausgeschrieben und damit dokumentierte Aktivitäten der Unternehmen für demokratisches Zusammenleben, Integration, Vielfalt und Toleranz gewürdigt.

Zur 6. Titelverleihung  „Unternehmen für Toleranz“ gab es Auszeichnungen für Sächsische Betriebe in Dresden, Leipzig, Pirna und Plauen.

Ausgezeichnet wurden das AWO Senioren- und Pflegeheim „Albert Schweitzer“ in Dresden, die Heilpädagogik Bonnewitz aus Pirna, der Hort Kuntzehöhe in Plauen, die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) in Leipzig sowie das SIEMENS-Schaltanlagenwerk in Leipzig.  Diese Unternehmen und Einrichtungen haben sich hervorgetan in den Bereichen Integration von Vielfalt in die Arbeitswelt, verbunden mit guten Arbeitsbedingungen und einem Eintreten für Werte wie Respekt und Toleranz.

Die Jury bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Geschäftsbereichs der Sächsischen Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, des DGB Bezirk Sachsen, der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft, des Kulturbüros Sachsen, des Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen e.V. und von ARBEIT UND LEBEN Sachsen hat aus zahlreichen Bewerbungen die 5 würdigen Titelträger ausgewählt:

Das AWO Senioren- und Pflegeheim „Albert Schweitzer“ in Dresden beschäftigt Mitarbeiterinnen aus 14 Nationen sowie Menschen mit Schwerbehinderungen zu fairen Arbeitsbedingungen, bildet diese auch aus und bietet vielfältige Weiterbildungen und Hilfestellungen für alle Mitarbeitenden.

Die AWO setzt sich bereits in ihrem Leitbild für die Werte Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz ein.

Die Heilpädagogik Bonnewitz ist eine Förderschule mit angegliedertem Heim in freier Trägerschaft im Pirnaer Ortsteil Bonnewitz. Hier findet jedes Kind eine an seine Förderbedürfnisse angepasste Ausbildung. Im Heim finden außerdem 32 der Kinder ein Zuhause, das durch Sicherheit, Geborgenheit und Selbstvertrauen die stabile Grundlage für den Alltag schafft. Hier sind Menschen aus 20 verschiedenen Nationen zu finden. Die Belegschaft ist vielfältig. Aufgrund der Einrichtungsgeschichte zur Zeit des Nationalsozialismus sieht die Heilpädagogik Bonnewitz ihre besondere Verantwortung im Einsatz gegen Diskriminierung und zeigt dies im alltäglichen Miteinander, aber auch auf einer Website, mit Broschüren, Aufklebern, einem Stolperstein sowie zahlreichen Aktionen.

Der Hort Kuntzehöhe in Plauen bietet Platz für bis zu 180 Kinder und ist auf die Förderung der Selbstständigkeit der Kinder ausgerichtet. Die Kinder können durch die Raumaufteilung und Struktur des Hortes ihre Stärken ausleben und ihren Bedürfnissen nachgehen. Begabungen und Herkunft der Kinder werden hier als starke Vorteile gesehen, die ein offenes Weltbild und die freie Entfaltung der Kinder fördern. 

Von Geschlecht über Alter bis Herkunft: Bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) GmbH wird Wert auf Vielfalt in der Mitarbeiterschaft gelegt. Für sie alle gelten der Persönlichkeits- und Gleichheitsgrundsatz sowie faire Arbeitsbedingungen und Entwicklungschancen verbunden mit verschiedenen Unterstützungsprogrammen. Das angewandte Konzept „Miteinander!“ dient der Bewahrung und Stärkung eines respektvollen Miteinanders. Unter anderem werden Ausbildungsbeauftragte, Fahrtrainer*innen und Fahrlehrer*innen sowie Führungskräfte in diesen Bereichen geschult. Die LVB treten öffentlichkeitswirksam für Vielfalt und Toleranz ein.

Die Siemens AG, Schaltanlagenbau Leipzig hat bereits 2016 damit begonnen, Praktika und Einstiegsqualifizierungen für Geflüchtete anzubieten. Daraus sind heute viele Ausbildungsverhältnisse geworden. Darüber hinaus bietet das Werk der Belegschaft u.a. Weiterbildungen und Material zu Interkulturalität. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Werksleitung und dem Betriebsrat zeigt hier auch den Rückhalt der Belegschaft. Diese Bemühungen sind ein „Beitrag, die Akzeptanz gegenüber Geflüchteten im Betrieb, wie auch in der Bevölkerung positiv zu beeinflussen.“

Die feierliche Titelverleihung fand am 04. Juni 2021 mit einer Grußbotschaft von Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie Laudationes von Markus Schlimbach, Vorsitzender des DGB Sachsen und Joachim Otto, Vizepräsident der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft, sowie Grit Hanneforth, Geschäftsführerin des Kulturbüros Sachsen, und Katrin Fischer, stellvertretende Sprecherin des Vorstandes von Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen, virtuell im Livestream statt.

„Die Anzahl der eingereichten Bewerbungen hat mich sehr gefreut. Das ist für mich wiederholt ein Zeichen dafür, dass eine vielfältige Arbeitswelt im Freistaat Sachsen existiert.“, so Schirmherrin Petra Köpping. Die Vielfalt der ausgezeichneten Titelträger, darunter namhafte Unternehmen zeigt: „Vielfalt ist kein Nischenthema.“

Sie haben die Veranstaltung verpasst? Hier können Sie noch einmal dabei sein.

Kontakt

ARBEIT UND LEBEN Sachsen
Landesgeschäftsstelle

Egelstraße 4
04103 Leipzig

Stefan Grande

Fachbereichsleiter Politische Bildung; Stellv. Geschäftsführer

Mit freundlicher Unterstützung von: