Unternehmen für Toleranz

Unternehmen für Toleranz

Die Verfassungsschutzberichte für Sachsen weisen auf die vorhandene und ansteigende Gefahr des Rechtsextremismus hin. Die Folgen des Extremismus und seine Auswirkung auf das Ansehen des Freistaates sind weitgehend. In der medialen Berichterstattung über Sachsen nehmen eben rechtsextremistische Taten eine zentrale Rolle ein. Neben inländischen Medien betrifft dies insbesondere die internationale Presse. Das Echo aufgrund des Einzugs der NPD in den Sächsischen Landtag ist im Ausland weiterhin präsent. Für exportorientierte und in Zulieferketten involvierte Unternehmen bildet dies einen erschwerenden Wettbewerbsfaktor. Daher initiieren wir mit dem Projekt den Titelerwerb „Unternehmen für Toleranz“. Ziel ist es, mittels eines Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebotes die Unternehmen, ihre Mitarbeiter und Auszubildenden für ein Engagement und Aktivitäten für „Integration und Vielfalt“ zu sensibilisieren und zu begeistern.

Gleichzeitig steht der Titel für einen Imagegewinn der sächsischen Wirtschaft. Das Weiterbildungs- und Qualifi zierungsprogramm umfasst dabei verschiedene Seminare und Multiplikatorenschulungen. Darüber
hinaus sind Schnupperpraktika für sozial Benachteiligte und Migranten/innen vorgesehen, um die Integration von benachteiligten Menschen zu erleichtern. Das Projekt wird im Rahmen des XENOS-Programms aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union finanziert.

Gelebte Werte wie Vielfalt und Toleranz, interkulturelle Offenheit und verständnisvolle Kommunikation, das sind klare Standortvorteile für Unternehmen. Sie erleichtern den Zugang für Fachkräfte und Fachkräftenachwuchs und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit im In- und
Ausland. MARTINA QUERNER, pädagogische Mitarbeiterin

Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (XENOS)
Laufzeit: 2009-2012