Dass die Erstorientierungskurse in Sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen ein Erfolgskonzept sind, davon ist nun nicht mehr nur Sachsen überzeugt, sondern auch andere Bundesländer sind auf die Besonderheit der herkunftssprachlichen Kurse in den Erstaufnahmeeinrichtungen, welche von geschulten Kulturmittler/-innen durchgeführt werden, aufmerksam geworden.

Nachdem ARBEIT UND LEBEN Sachsen schon im September und Oktober 2018 zwei Schulungen im Auftrag für den bayrischen Hochschulverband in Leipzig durchführte, um Kulturmittler/-innen für bayrische AnKER-zentren auszubilden, trat auch der Schleswig-Holsteiner Volkshochschulverband an ARBEIT UND LEBEN Sachsen mit der Bitte heran, bei der Schulung der ersten Kulturmittler/-innen für Schleswig-Holstein zu unterstützen.

Vom 24. bis 28. Juni 2019 fand somit in Leipzig die erste Schulung von 14 Kulturmittler/-innen aus und für Schleswig-Holstein statt, welche die Sprachen Arabisch, Englisch, Tigrinisch, Kurdisch und Persisch beherrschten.

In der sehr intensiven, fünftägigen Schulung lernten die Teilnehmenden mit viel Spaß und Freude beispielsweise den Ablauf des Asylverfahrens kennen, setzten sich mit der eigenen Rolle als Kulturmittler/-in auseinander und eigneten sich Techniken zum Selbstschutz im Umgang mit traumatisierten Menschen an.

Darüber hinaus setzten sie sich vertiefend mit dem Curriculum für herkunftssprachliche Wegweiserkurse in Erstaufnahmeeinrichtungen auseinander, führten eine Kurssimulation als Kulturmittler/-in mit Feedback durch und stärkten den Zusammenhalt der Gruppe durch den gemeinsamen Aufenthalt und Unternehmungen in Leipzig nach dem Schulungsfeierabend.

ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. gratuliert zur erfolgreich absolvierten Schulung zum bzw. zur Kulturmittler/-in und wünscht allen Absolvent/-innen einen guten Start als Kulturmittler/-in in den zukünftigen herkunftssprachlichen Wegweiserkursen in Schleswig-Holstein.

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