In der Stadt Leipzig liegt der Anteil der Unternehmer*innen mit Migrationshintergrund bei 9,5 Prozent und damit deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Die KAUSA-Servicestelle Leipzig berät schwerpunktmäßig durch Migrant*innen geführte kleine und mittelständische Unternehmen zum Thema duale Ausbildung und hat zum Ziel, ihre Ausbildungsbereitschaft zu erhöhen.

Mit dem Programm JOBSTARTER plus fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bundesweit die Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen. Die JOBSTARTER plus-Projekte unterstützen mit konkreten Dienstleistungen kleine und mittlere Unternehmen in allen Fragen der Berufsausbildung und tragen so zur Fachkräftesicherung bei. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

So unterstützt die KAUSA-Servicestelle Leipzig in Zusammenarbeit mit den Kammern bei der Überprüfung von der Ausbildungsberechtigung sowie bei notwendigen Formalitäten und bei der Sicherstellung der Ausbildungsqualität. Zudem sensibilisiert und gewinnt die KAUSA-Servicestelle Unternehmen ohne Migrationshintergrund für die Ausbildung von Geflüchteten und Migrantinnen und Migranten.

Weiterhin werden Jugendliche mit Flucht- und Migrationshintergrund zur dualen Ausbildung in Deutschland beraten und ggf. gezielt an Netzwerkpartner verwiesen, um eine optimale Beratung sicherzustellen.

Die KAUSA-Servicestelle bietet gemeinsam mit Kooperationspartner*innen in Leipzig, dem Landkreis Leipzig sowie Nordsachsen eine feste Unterstützungsstruktur an. Um die Strukturen in der Region Leipzig zu stärken, werden Formate gemeinsam erprobt, bei Erfolg verstetigt und die Netzwerkarbeit somit weiter ausgebaut.

Die KAUSA-Servicestelle Leipzig setzt sich u.a. durch folgende Maßnahmen dafür ein, die Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen und Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund zu erhöhen:

  • Sprechzeiten zur Ausbildung für Jugendliche und Unternehmer*innen im Willkommenszentrum der Stadt Leipzig
  • Mitorganisation und Teilnahme an regionalen Messen
  • Hotline für KMU in Kooperation mit dem IQ Netzwerk Sachsen
  • Entwicklung eines AEVO- (Ausbildereignungsverordnung) Migrationsmoduls, um Ausbilder*innen noch besser auf die Zielgruppe der Jugendlichen mit Migrationshintergrund einzustellen
  • Organisation von Veranstaltungen für Unternehmer*innen und Lehrlinge mit Migrationshintergrund in Kooperation mit der HWK und IHK
  • Niedrigschwellige Informationsveranstaltungen über die duale Berufsausbildung an Schulen, Sprachkursträgern und ähnlichen Institutionen, sowie Informationsveranstaltungen für Multiplikatoren (Lehrkräfte/Ehrenamtliche)
  • Entwicklung und Durchführung einer Integrationsbegleiter-Schulung für Unternehmer*innen ohne Migrationshintergrund
  • Berufsorientierung mit Hilfe von GPS-Routen

Kontakt

ARBEIT UND LEBEN Sachsen
Landesgeschäftsstelle

Löhrstraße 17
04105 Leipzig

Christoph Hermann

Leiter KAUSA-Servicestelle Leipzig

Arbeitsmarktmentoren Dresden

... sind Ratgeber, Coach, Kümmerer und Förderer in Fragen zur Integration am regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

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Arbeitsmarktmentoren Leipzig

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Faire Integration

Faire Integration: Dr. Harald Köpping Athanasopoulos berät einen Teilnehmer.

Beratungsstelle Faire Integration im IQ Netzwerk Sachsen

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Landeskoordination Erstorientierung

Gemeinsam mit dem Sächsischen Volkshochschulverband stellt ARBEIT UND LEBEN Sachsen die offizielle Landeskoordination der „Erstorientierungskurse in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen“.

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Kurz & knapp!

Im Rahmen der Projektarbeit entwickelt ARBEIT UND LEBEN Sachsen immer wieder innovative Konzepte um Menschen zu befähigen, ihre jeweiligen Arbeits- und Lebensverhältnisse bewusster und kompetenter zu gestalten.

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