Die Projektlaufzeit war gefüllt mit Beratungsgesprächen, Seminaren, Workshops, Veranstaltungen, Netzwerkarbeit und Erfahrungsaustausch. Während  das Team im Rahmen des Vorgänger-Projekts „Willkommen! in Chemnitz – Willkommen in Arbeit“ zunächst im Chemnitzer Raum Unternehmen beim Prozess der interkulturellen Öffnung und Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund unterstützte, wurde der flächendeckende Bedarf sichtbar. In den letzten zwei Jahren fand das Projekt deshalb sachsenweit Anwendung, insbesondere auch im ländlichen Raum.

Neben einem hohen Bedarf großer Pflegeeinrichtungen und Mittelständler im Industriebereich nahmen im Verlauf der Projektphase mehr und mehr kleine Betriebe, darunter auch Handwerksunternehmen, die Veranstaltungen und Seminarangebote in Anspruch. Es wurden in über 70 Unternehmen teils mehrfach Schulungen durchgeführt. Darüber hinaus organisierte das Team zahlreiche Informations- und Austauschveranstaltungen wie beispielsweise das Unternehmer*innen-Frühstück.

Mit fortschreitender Projektlaufzeit konnten in vielen Unternehmen positive Veränderungen beobachtet werden. Gab es zu Beginn noch viel Unsicherheit und Unwissenheit, so entwickelten einige Unternehmen mit der Zeit und zunehmender Erfahrung stabile Strukturen, die eine nachhaltige Integration ausländischer Mitarbeiter*innen ermöglichten. Auch insgesamt nimmt das Projekt-Team eine positive Entwicklung in sächsischen Unternehmen wahr. Mehr und mehr Betriebe setzen sich mit dem Thema der Beschäftigung von Zugewanderten bzw. gezielten Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland auseinander und stehen den damit verbundenen notwendigen Veränderungsprozessen offener gegenüber.

Nichtsdestotrotz scheint es noch jede Menge Bedarf zu geben, was sich in der anhaltenden Nachfrage der Angebote zeigt. Im Vergleich zum Projektstart gibt es mittlerweile jedoch weitaus mehr Beratungs- und Qualifizierungsangebote für Unternehmen in Sachsen, wie beispielsweise die Fachinformationszentren für Zuwanderung, Angebote des Vereins Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen oder des IQ-Netzwerkes.

Die gesammelten Erfahrungen aus dem Projekt „Willkommen! in Sachsen – Willkommen! in Arbeit“ gehen nicht verloren. So entstand in Zusammenarbeit mit Projekten des Fachbereichs Migration/ Integration die Broschüre „Zukunft mit Perspektive“. Sie bietet Unternehmen einen Überblick über das umfassende Angebot von ARBEIT UND LEBEN Sachsen zur Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten sowie vielfältige Erfahrungen und praktische Hinweise. Auch das Konzept zur Integrationsbegleitung in Unternehmen steht in schriftlicher Form sowie als Schulungsangebot zur Verfügung. Außerdem gibt das Team die Erfahrungen zur innerbetrieblichen Integration auf Anfrage in Form eines Vortrags weiter – z. B. auf Fachtagungen oder zu anderen geeigneten Anlässen.

Wenn auch Sie Fragen zur interkulturellen Öffnung sowie Beschäftigung von Migrant*innen im Betrieb haben, stehen wir Ihnen gern als Ansprechpartner zur Verfügung.

Dieses Projekt wurde aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert. Diese Maßnahme wurde mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Kontakt

ARBEIT UND LEBEN Sachsen
Landesgeschäftsstelle

Löhrstraße 17
04105 Leipzig