Viele Unternehmen haben sich entschlossen, geflüchteten Menschen die Chance auf eine Beschäftigung oder eine Berufsausbildung zu geben. Dass dies trotz großer Anstrengungen nicht immer reibungslos verläuft, gehört auch zur Wahrheit im Rahmen der gemeinsamen Integrationsarbeit.

Die Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete in Leipzig haben gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KAUSA Servicestelle Leipzig und der Beratungsstelle Faire Integration im IQ Netzwerk Sachsen am 20. Juni 2018 zu einer offenen Diskussionsrunde eingeladen. Mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Branchen (Industrie, Handwerk, Handel, Pflege, Forschung und Zeitarbeit) galt es ins Gespräch zu kommen und über die bisherigen Erfahrungen, Erfolge und Gründe für eventuelle Misserfolge zu diskutieren. Übereinstimmend konnte festgestellt werden, dass ein hoher Bedarf besteht, Integration von zwei Seiten vorzubereiten. Sowohl die Ankommensgesellschaft, aber auch die (deutsche) Aufnahmegesellschaft muss noch intensiver im Integrationsprozess unterstützt und begleitet werden.

Allgemeine Herausforderungen auf der Seite der Geflüchteten sind nach wie vor das Erreichen des erforderlichen Sprachniveaus für die Erwerbstätigkeit sowie ein sicherer Aufenthalt als Grundvoraussetzung zur Aufnahme der Beschäftigung. Wichtig ist zudem, die Geflüchteten vor Antritt einer Beschäftigung intensiv mit Arbeitsbedingungen, Kultur und Mentalitäten in der Arbeitswelt vertraut zu machen. Ebenso müssen die Belegschaft und Personalverantwortliche in Unternehmen vor der Aufnahme Geflüchteter in den Betrieben sensibilisiert und weitergebildet werden. In diesem Themenfeld können die Projekte aus dem Bereich Migration & Integration bei ARBEIT UND LEBEN Sachsen an den Standorten Leipzig und Dresden mit einem umfangreichen Leistungsspektrum Betriebe und Geflüchtete unterstützen.

Das durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit und Verkehr (SMWA) geförderte Modellprojekt "Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete" läuft bis Dezember 2019 und steht als Kontaktstelle für Geflüchtete und Unternehmen bereit.

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